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Programm

 

Teil 1

 

Charles Chaplin

Mit seinem Arrangement “Charles Chaplin” schrieb Marcel Peeters eine Hommage an den Ideenreichtum des großen Charlie Chaplins und seine bekanntesten und wichtigsten Werke. 
Das Arrangement beginnt mit dem hellen Klang des “Limelight Theme” aus dem gleichnamigen Film “Limelight”, welcher vom Abstieg der Künstler, die nicht ihr ganzes Leben im Rampenlicht stehen können, erzählt. Abgelöst von der tänzerischen “Morning Promenade” aus dem Film “The Kid”, in dem Chaplin seine eigene Kindheit reflektiert, geht Peeters über zu “This is my song”, einer träumerischen Melodie aus dem Film “A Countess from Hong Kong”. Weiter geht es mit “Titina” aus dem Film “Modern Times”, einer gesellschaftskritischen Tragikomödie, in der Chaplin zum ersten Mal in seiner Filmkarriere singt. Das langsame Stück “Mandolin Serenade” aus dem satirischen Film “A King in New York” löst den fröhlichen Klang von “Titina” ab und endet in dem mitreißenden “Green Lantern Rag” aus “A Dog’s Life”. Marcel Peeters beendet sein Arrangement mit drei Stücken aus Chaplins erfolgreichstem Film “The Great Dictator”: Falling Star, Napoli March und Ze Boulevadier. 
Charlie Chaplins Filmkarriere war nicht nur ein Genuss für die Augen, sondern auch für die Ohren, was Marcel Peeters mit seinem Arrangement eindeutig erreicht hat. 

Charlie Chaplin

Charles „Charlie“ Chaplin gilt als einer der ersten großen Weltstars des Kinos. 
Schon als Kind hatte der gebürtige Brite erste Auftritte in der Londoner Royal Music Hall. Bei einer Tournee in den USA kam er mit der noch jungen, stark aufblühenden Filmindustrie in Berührung. Zusammen mit Buster Keaton und Harold Lloyd gehörte Chaplin zu den bekanntesten Komikern des Stummfilms, wodurch er schon früh eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit erreicht hatte. Mit diesem Geld kaufte er sich eine Pfeifenorgel, auf welcher er, seinen Stimmungen folgend, oft stundenlang „herumgefummelt“ habe.
Charlie Chaplin wusste um die Bedeutung der musikalischen Unterlegung eines Stummfilmes und bemühte sich, dass die Musik in jedem Kino genau nach seinen Wünschen wiedergegeben wurde. In der Zeit des Tonfilms komponierte er für fast all seine Filme die Soundtracks. Weil er keine Noten lesen konnte, mussten seine Mitarbeiter seine summenden Improvisationen aufnehmen und orchestrieren. 
Chaplins Stil ist außergewöhnlich, emotional stark ausgeprägt und sehr individuell. Er war ein Melodienschreiber, der einfache, aber mitreißende Themen schrieb. Seine Musik war immer ein integraler Bestandteil seiner Filmkonzepte. 
Charlie Chaplin zählt zu den Gründervätern der Traumfabrik Hollywood und gehört als Schauspieler und Filmproduzent auch zu den einflussreichsten Filmemachern.

Charles Chaplin
Charlie Chaplin

Forrest Gump Suite

Der Film “Forrest Gump” mit Tom Hanks in der Titelrolle erzählt die Geschichte von Forrest Gump, einem nicht sonderlich intelligenten, aber gutherzigen Menschen, der die großen Ereignisse des 20. Jhd. in den USA auf seltsame Art und Weise immer hautnah miterlebt. Schon früh realisiert Gump, dass seine Fähigkeit, schnell zu rennen, ihn weit bringen kann und die bekannte Geschichte nimmt ihren Lauf: Vom Football-Star, zum Kriegshelden in Vietnam, zum Weltmeister im Pingpong und schließlich zu einer Karriere als erfolgreicher Shrimpsfischer. Sein Leben scheint sich ständig zu wandeln, doch eines bleibt gleich: Seine Sehnsucht nach Jenny, seiner Kindheitsfreundin und Liebe seines Lebens. 
Ähnlich wie die filmische Vorlage fängt das Stück mit dem Federmotiv an, zunächst vorgestellt von einer einzigen Flöte, bevor dann das restliche Orchester dazukommt. Darauf folgt eine ruhigere Melodie, bei der es um Jenny, Forrests Kindheitsfreundin und große Liebe, geht. Anfangs nur mit einer einzelnen Klarinette steigen bald mehr Instrumente mit in die Melodie ein. Am Ende heißt es dann „Run Forrest, Run!“, denn Ummels beendet sein Arrangement mit dem berühmten Laufthema. Ganz anders als es in dem bekannten Zitat “Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie, was man bekommt.” heißt, kennt jeder die Musik dieses Erfolgsfilms und kann sich getrost von den Melodien berieseln lassen. 

Forrest Gump Suite
Alan Silvestri

Alan Silvestri

Nachdem Alan Silvestri 1970 seinen Abschluss am renommierten Berklee College of Music in Boston gemacht hat, komponierte und dirigierte er bis dato über 100 Filmmusiken. Der US-Amerikaner zählt zu den gefragtesten Filmkomponisten in Hollywood und ist vor allem durch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Zemeckis bekannt. Silvestri schrieb während dieser Zusammenarbeit die Musik für „Forrest Gump“ und die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie.
Die Liebe zur Musik begann schon in seiner Kindheit. Angefangen mit dem Schlagzeug erlernte er auch das Fagott, die Klarinette, das Saxophon und die Gitarre. Seinen ersten Filmsoundtrack für den Film „Doberman Gang“ komponierte er 1972. Bis heute hat Alan Silvestri seine musikalische Vielfältigkeit in zahlreichen Filmgenres gezeigt.
Egal ob Komödie, orchestrale Action oder feinere Melodien – Alan Silvestri gelingt es durch sein Gefühl für Thema und Melodie immer, sich seinen eigenen Stil zu bewahren.
Im Laufe seiner Karriere bekam er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem einen Golden Globe und einen Oscar für die Musik von „Forrest Gump“.

Harry Potter

Harry Potter ist die populäre Romanreihe der englischen Schriftstellerin Joanne K. Rowling. Die erfolgreiche siebenteilige Buchserie erzählt die Geschichte von Harry James Potter. Er erfährt an seinem elften Geburtstag, dass er ein Zauberer ist und an die Zaubererschule Hogwarts berufen wird. Während seines ersten Schuljahres lernt der Waisenjunge die wundersame Welt der Magie kenne, durchlebt verschiedene Abenteuer und wird schließlich mit dem dunklen Magier Lord Voldemort konfrontiert. Der erste Band, 1997 zunächst als Kleinauflage von 500 Stück veröffentlicht, entwickelt sich schnell zum Verkaufserfolg. Mit dem Erscheinen des 4. Bandes Harry Potter und der Feuerkelch im Jahr 2000 gelang der Reihe der endgültige, weltweite Durchbruch. Die nachfolgenden Teile fünf bis sieben brachen allesamt Vorbestellunsgrekorde in Großbritannien und den USA. Bis 2015 wurden mehr als 450 Millionen Bücher der sieben Bände verkauft.
Parallel zu den Büchern entstanden zwischen 2001 und 2011 eine achtteilige Verfilmung. Der berühmte amerikanische Filmkomponist John Williams schrieb die Musik zu dem ersten Harry-Potter-Film „Harry Potter und der Stein der Weisen“. Williams komponierte für diesen Film unter anderem Hedwig’s Theme, das dann weltberühmt wurde und seither immer mit den Harry-Potter-Filmen verbunden wird.

John Williams

John Williams ist ein Mann der Superlative. Für mehr als 100 Filme komponierte er die Musik – für Filme, die jeder kennt. Allein aus seiner 45-jährigen künstlerischen Partnerschaft mit Steven Spielberg ging eine Vielzahl gefeierter Hollywood-Produktionen hervor. Es sind die Legenden unter den Regisseuren, die sich für seine Arbeit entschieden, ob Alfred Hitchcock, William Wyler oder Robert Altman, aber auch Stars der Klassik. Es kann nicht überraschen, dass er auch die wichtigsten Ehrenwürden bekam: Williams hat fünf Oscars erhalten und 52 Oscarnominierungen – damit ist er der am häufigsten nominierte lebende Künstler und der am zweithäufigsten nominierte in der Geschichte der Oscars überhaupt. Er erhielt zudem sieben British Academy Awards (BAFTA), 25 Grammys, vier Golden Globes, fünf Emmys sowie zahlreiche Gold- und Platin-Schallplatten.
John Williams zog 1948 mit seiner Familie nach Los Angeles, wo er Komposition bei Mario Castelnuovo-Tedesco studierte. Nach seinem Wehrdienst in der Air Force ging er nach New York zurück und studierte Klavier an der Juilliard School of Music bei Rosina Lhevinne. Daneben arbeitete er als Jazzpianist in den Clubs der Metropole. Zurück in Los Angeles begann seine Laufbahn in der Filmindustrie und es begann auch die Kooperation mit hervorragenden Komponisten u.a. mit Bernard Herrmann, Alfred Newman und Franz Waxman.

Robert W. Smith

Das wunderbare umfassende Medley der Themen aus dem Kassenschlager Harry Potter wurde von Robert W. Smith 2002 meisterhaft arrangiert. Die lebendige Bildsprache des Films ist in die vielfältigen Texturen dieses symphonischen Band-Medleys eingewoben.

 

Harry Potter
John Williams

Star Wars Saga

„Möge die Macht mit dir sein!“. Dieses Zitat kombiniert mit der populären Filmmusik ist nicht nur den vollblütigen Fans der Filmreihe „Star Wars“ bekannt, sondern löst bei den meisten einen Wiedererkennungseffekt aus. In „Star Wars“ geht es um den andauernden Kampf zwischen Gut und Böse – zwischen der Hellen und der Dunklen Seite der Macht, wobei sich jede Trilogie auf eine Generation der Skywalker-Familie und ihren Kampf gegen den bösen Sith-Lord konzentriert.
 In diesem Arrangement der Filmmusik von John Williams hat der bekannte Komponist Johan de Meij vor allem Melodien aus „Star Wars – Eine neue Hoffnung“ und „Star Wars - Das Imperium schlägt zurück“ verwendet. Mit der bekannten Star Wars Theme, den ruhigeren Melodien zu Jedi-Meister Yoda und Prinzessin Leya, dem eindrucksvollen Imperial March und dem charakteristisch für die Macht stehenden Motiv, folgte de Meij voll und ganz dem Einfallsreichtum von Williams und kreierte ein meisterhaftes Arrangement, bei dem jedem Star-Wars-Fan das Herz aufgeht.

 

Star Wars
Johan de Meij

Johan de Meij

Johan de Meij studierte Posaune und Dirigieren am Königlichen Musikkonservatorium in Den Haag und erwarb sich als Komponist und Arrangeur internationale Anerkennung. Er komponierte für Blasorchester und schuf Transkriptionen sinfonischer Werke sowie Bearbeitung von Film- und Musicalmelodien.
Die Sinfonie Nr. 1 The Lords oft he Rings (Der Herr der Ringe), nach Motiven von Tolkiens erfolgreichem Romanzyklus, war seine erste große Komposition für sinfonisches Blasorchester und bekam 1989 den anerkannten Sudler Composition Award in den USA. 2001 spielte das Rotterdammer Philharmonische Orchester die Uraufführung der Fassung für Sinfonieorchester. Mit dem Arrangement Star Wars Saga aus dem Jahr 1986 hat Johan de Meij Themen aus Star Wars – A New Hope und The Empire Strikes Back verwendet. Auch seine anderen großen Werke wie die Symphonie Nr. 2 The Big Apple, das T-Bone Concerto (für Posaune und Blasorchester) und Casanova (für Violoncello und Blasorchester) sind von zahlreichen Blasorchestern in aller Welt in ihr Repertoire aufgenommen worden.
Auch als Musiker ist Johan de Meij in verschiedenen Bereichen aktiv. Er spielt Posaune im Orchester de Volharding, im Amsterdam Wind Orchestra und im Radio Kammerorchester. Er wird oft als Gastdirigent eingeladen und dirigierte und leitete Seminare in fast allen europäischen Ländern, in Japan, in Singapore, in Brasilien du in den USA.

Teil 2

 

 

Mission Impossible Theme

Neben der Musik zu Filmen wie „James Bond“ oder „Der weiße Hai“ gehört der Soundtrack zum Franchise „Mission Impossible“ von Lalo Schifrin eindeutig zu den Klassikern der Filmgeschichte. Den Mittelpunkt der Filmreihe bildet Ethan Hunt, operativer Agent der Impossible Missions Force (IMF), deren Aufträge – dem Namen entsprechend – unmöglich erscheinen. Hunt sieht sich globalen Bedrohungen durch Terroristen oder anderen gefährlichen Organisationen gegenüber und muss schleunigst einen Plan ausarbeiten, um die eigentlich unmögliche Mission, möglich zu machen. 
Die bekannte Titelmelodie des Franchise ist im Arrangement von Toshio Mashima vielfältig verarbeitet. Mit verschiedenen Variationen und der unterschiedlichen instrumentalen Verwendung lässt Mashima den Klassiker in neuem Licht erscheinen und unterstreicht einmal mehr, dass Musik losgelöst vom Film das Publikum mindestens genauso gut begeistern kann. 

Lalo Schifrin

Das wohl bekannteste Werk dieses argentinisch-US-amerikanischen Komponisten ist die Titelmelodie zu der Krimiserie „Kobra, übernehmen Sie“, auf welcher die später folgenden Mission-Impossible-Filme basieren. Für jene Titelmelodie bekam er 2018 einen Ehrenoscar.
Schon als Kind lernte er bei dem Vater des Dirigenten Daniel Barenboim das Klavierspielen. In seiner Jugend entdeckte er den Jazz für sich, womit er sich auch auch das Studium am Conservatoire de Paris in den frühen 50er Jahren finanzierte. Anfang der 60er Jahre zog es Lalo Schifrin dann in die USA, wo er sich dem Filmgeschäft zuwandte. Für sein erstes Hollywood-Engagement komponiert er die Musik für den Film „Rhino!“. Im selben Jahr schrieb er dann unter anderem noch die Musik für den Film „See How They Run“ mit Senta Berger. Darauf folgte eine Vielzahl weiterer Filmmusiken, darunter auch „Magnum Force“ oder „Rollercoaster“. Außerdem wirkte er mit seiner Musik bei den „Rush-Hour“-Filmen und Klassikern wie „Dem Mann mit der Todeskralle“ mit. Im Juni diesen Jahres verstarb Lalo Schifrin mit 93 Jahren.
In seinen Werken kombinierte er klassische Elemente mit Jazz, Funk und lateinamerikanischen Rhythmen. Schifrins Musik war oft geprägt von markanten Grooves, dramatischen Spannungsbögen und cineastischem Feingefühl. 

Mission Impossible Theme
Lalo Schifrin

Gladiator

Der Film „Gladiator“ handelt von dem loyalen spanisch-römischen General Maximus Decimus Meridus, der zur Sklaverei gezwungen wird und Rache an Kaiser Commodus für die Ermordung seiner Familie und des vorherigen Kaisers Marcus Aurelius sucht. Hans Zimmers Musik repräsentiert mit dramatischen Rhythmen und Motiven die Macht und Brutalität des Römischen Imperiums, wie es die damaligen Gladiatoren erfahren haben.
 „The Might of Rome“ am Anfang des Arrangements bildet einen kraftvollen, majestätischen Auftakt und stellt Rom in vollem Glanze dar. Abgelöst wird diese Darstellung von „Slaves to Rome“, einem rhythmisch anspruchsvolleren Teil und dem nachfolgendem anklagend und dramatischen „Am I not Merciful?“, in dem vor allem die Commodus’ Wut und der Wunsch nach Anerkennung angedeutet wird. Schließlich kommt es zum Kampf („The Battle“), dessen Verlauf durch rhythmische und dynamische Wechsel beschrieben wird und endet in „The Barbarian Horde“ mit dem Legnaro das Arrangement abschließt.

Gladiator
Hans Zimmer

Hans Zimmer

Hans Zimmer ist ein deutscher Filmkomponist, Arrangeur und Musikproduzent. Er ist bekannt für die einzigartige und einprägsame Filmmusik zahlreicher Blockbuster. 
Schon als Kind erlernte er das Klavierspiel. Später begann er auch weitere Instrumente wie Gitarre oder Synthesizer zu spielen. Als Hans Zimmer Ende der 1970er Jahre Werbemusik komponierte, lernte er den bekannten Komponisten Stanley Myers kennen, von dem er viel über das Komponieren für Orchester lernte. Zusammen komponierten die beiden die Musik zum Film „Rain Man“, wofür Zimmer seine erste Oscarnominierung erhielt. Sein Durchbruch folgte dann kurze Zeit später Mitte der 90er Jahre mit der Filmmusik zu „Der König der Löwen“ und einem ersten Oscar für jene Musik. In den nächsten Jahren kamen weitere erfolgreiche Soundtracks für Filme wie beispielsweise „Gladiator“ oder „Interception“ dazu.
Im Laufe seiner Karriere bekam Hans Zimmer zahlreiche Auszeichnungen. Seine Handschrift: die Verwendung und vor allem Vermischung verschiedener musikalischer Elemente und Genres, unter anderem elektronische Musik, Orchesterarrangements und ethnische Klänge. Heute gilt er als einer der einflussreichsten und erfolgreichsten Filmkomponisten unserer Zeit. Mit seinem innovativen Ansatz und seiner einzigartigen musikalischen Vision hat er die Filmmusikindustrie nachhaltig geprägt.

Cartoon

Cartoon, 1991 entstanden, ist eines der brillantesten Originalwerke für Blasorchester der letzten Jahre. Obwohl es einzig und allein den Anspruch erhebt, perfekte musikalische Unterhaltung zu sein, wird von allen Gruppen des Orchesters Äußerstes verlangt. Paul Hart erhebt den Effekt hier geradezu zum Selbstzweck; allein im Schlagwerk kommen neben den Pauken 24 verschiedene Instrumente zum Einsatz. Alle Zutaten des „klassischen“ Zeichentrickfilms sind musikalisch vorhanden: Die große Eröffnung, die spannende Katz- und Maus-Jagd, der einherstolzierende Aufschneider, die gefühlvolle Romanze und natürlich das Finale. Dies alles spielt sich in der Vorstellung des Hörers ab. Sicher anders als auf der Kinoleinwand oder auf dem Fernsehschirm.

 

Paul Hart

Paul Hart ist geboren in Ilford, Essex. Er studierte Klavier, Violine und Komposition am Royal College of Music, zunächst als Junior Exhibitor und später in Vollzeit. Nachdem er schon früh ein Interesse an Jazzmusik entwickelt hatte, verließ er das College und begann als Bassist, Klavierbegleiter und Jazzgeiger bei Cleo Laine und John Dankworth zu arbeiten. In dieser Phase seiner Karriere war er auch als Session-Musiker sehr gefragt.
Später gründete er zusammen mit Joe Campbell „Joe & Co“, ein Unternehmen, das sich auf das Komponieren und Produzieren von Musik für Werbung, Film und Fernsehen spezialisierte. Die Firma wurde als eine der führenden Musikkproduktionsfirmen der Welt angesehen. Die Liste der von Campbell und Hart gewonnen Preise zeugt von dieser Tatsache.
Er ist ein produktiver Komponist, der in großem Umfang für Jazzorchester, Blasorchester (Stücke wie „Cartoon“ und „Circus Ring“), Orchester und kleinere Ensembles geschrieben hat. Hart hat drei Aufführungen seiner Werke bei den BBC Proms erlebt, darunter die Jazzkomposition „Out of Hamelin“, die vom National Youth Jazz Orchestra aufgeführt wurde. Seine Bücher mit Kompositionen und Arrangements für Flöte & Saxophon in der Reihe „All Jazzed Up“ sind Bestseller; das Associated Board (ABRSM) hat sie als Prüfungsstücke verwendet. Weitere Aufträge umfassen Stücke für London Brass, das British Clarinet Ensemble und The Kings Singers.

Cartoon
Paul Hart
Moment for Morricone

Moment for Morricone

Der Wilde Westen - eine raue, ungezähmte Wildnis, die von Pioniergeist, Gesetzlosigkeit und Konflikten mit der indigenen Bevölkerung Amerikas geprägt ist. Eine Zeit des Umbruchs und der Eroberung, in der aus Siedlungen Städte wurden und sich der amerikanische Traum von Fortschritt und Freiheit Stück für Stück entfaltete. Mit „Moment for Morricone“ entführt Johan de Meij das Publikum in die gefährliche Zeit des Wilden Westens und verarbeitet zeitlose Klassiker aus den beiden Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Zwei glorreiche Hallunken“ zu einem Arrangement, das die Idee des Wilden Westens wieder neu aufleben lässt. Angefangen mit der bekannten Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“, über den nonchalanten „Come Una Sentenza“ und dem vielmehr nostalgisch aufgebauten Schlussteil mit „Addio A Cheyenne“ und „Ecstasy of Gold“ bis hin zum großen Highlight „The Good, the Bad and the Ugly“ schafft de Meij eine Kombination mit der perfekten Atmosphäre eines waschechten Westerns und ehrt damit das Genie dahinter: Ennio Morricone.

 

Ennio Morricone

Der Komponist von mehr als 500 Filmen mit Auszeichnungen, die so zahlreich sind, dass man sie hier gar nicht aufzählen könnte: Ennio Morricone. Untrennbar verbunden ist dieser Name mit einem anderen großen Namen: Sergio Leone.
Sie gingen zusammen zur Schule und begannen 1964 eine Zusammenarbeit, aus der ein Filmgenre entstanden ist, das die Filmlandschaft entscheidend geprägt hat, den „Italo-Western“. Die Filme „Zwei glorreiche Hallunken“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ wurden zu Kultfilmen und Morricones Soundtracks verkauften sich weltweit über 50 Millionen Mal. Innovativ und stilbildend für die Musik waren ungewöhnliche Soundelemente wie unter anderem Maultrommeln, Pfiffe, Kojotengeheul und Eulenrufe. 
Geboren in Rom begann Morricone eine klassische Musikausbildung in Trompete und Chormusik am Konservatorium Santa Cecilia. Später kehrte er wieder für eine Ausbildung in Komposition dorthin zurück. Mitte der 50er Jahre etablierte er sich mit Kammermusik- und Orchesterwerken in der musikalischen Avantgarde Italiens. Seine erste Filmmusik entstand 1961 zum Film „Il Federale“, bevor er dann die Zusammenarbeit mit Sergio Leone anfing, die ihn weltberühmt machte. 
Neben Film- und Bühnenmusik schrieb Morricone auch weiterhin Kammermusiken für Solisten und diverse Formationen, sowie Kantaten und Messen. In seiner Karriere arbeitete er mit namhaften internationalen Regisseuren und Orchestern zusammen.

Ennio Morricone